Fax an eine Bank

Für die Kartensperre rufen Sie an; für Unterlagen ist ein klar beschriftetes Fax oft noch willkommen.

Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, Deutsche Bank, Commerzbank oder Direktbanken führen Zahlungsaufträge per Fax kaum noch aus – das Betrugsrisiko ist zu hoch. Für Unterlagen, die ein Berater angefordert hat, wird das Fax aber noch genutzt: Gehaltsnachweise für eine Baufinanzierung, ein unterschriebenes Formular, die Kopie einer Vorsorgevollmacht zur Prüfung. Eine verlorene Karte sperren Sie sofort über den zentralen Sperr-Notruf oder in der App; ein Fax kommt höchstens danach. Vermerken Sie IBAN oder Vorgangsnummer auf dem Deckblatt, niemals PIN oder TAN.

Warum eine Bank noch Faxe annimmt

Baufinanzierer und Kreditabteilungen arbeiten mit Notariaten, Maklern und Arbeitgebern zusammen, von denen viele noch faxen. So kann eine unterschriebene Seite noch am selben Tag in die Kreditakte, bevor das Original per Post folgt.

Für Kunden ist das Fax vor allem ein Beleg: Wann haben Sie die Unterlagen geschickt, wann den Verlust schriftlich bestätigt? Welche Wege sie für welches Anliegen akzeptiert, entscheidet die Bank selbst; verlangt sie die Filiale oder eine elektronische Unterschrift, ersetzt ein Fax das nicht.

Wo Sie die richtige Nummer finden

  • Die E-Mail oder das Schreiben Ihrer Beraterin oder der Kreditabteilung, das den Rückweg für Unterlagen nennt.
  • Das elektronische Postfach im Online-Banking, über das Sie nachfragen können, welcher Kanal gewünscht ist.
  • Ihre Filiale, telefonisch, um zu klären, ob ein Fax angenommen wird und an welche Stelle.

Was auf dem Deckblatt stehen sollte

  • Bank, Filiale oder Abteilung (Baufinanzierung, Nachlass, Kundenservice).
  • Ihren Namen und die IBAN oder Vorgangsnummer – niemals PIN, TAN oder Passwörter.
  • Den Betreff: Kreditunterlagen, Vollmacht, unterschriebenes Formular, schriftliche Bestätigung.
  • Den Namen Ihrer Ansprechperson, falls bekannt, und die Gesamtseitenzahl.

Der Beleg, den Sie behalten

Bewahren Sie Sendebericht und PDF auf und lassen Sie sich den Eingang bestätigen. Bei einer Kartensperre notieren Sie zusätzlich Datum, Uhrzeit und die genannte Sperrbestätigung: Darauf kommt es an, wenn später missbräuchliche Umsätze strittig sind.

Andere Kanäle, manchmal besser

  • Das Postfach im Online-Banking

    Verschlüsselt, an Ihre Identität gebunden und im Konto archiviert – der sicherste Weg für Bankunterlagen.

  • Sperr-Notruf und App

    Karten lassen sich rund um die Uhr telefonisch sperren, bei vielen Banken auch direkt in der App.

  • Der Termin in der Filiale

    Für Vollmachten und Nachlassangelegenheiten oft nötig, weil die Bank Originale und Ausweise sehen muss.

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