Fax an die Krankenkasse

Seit der eAU ist die Krankmeldung kein Faxthema mehr – Anträge und Widersprüche schon.

Gesetzlich Versicherte sind bei einer Krankenkasse wie AOK, TK, Barmer, DAK oder einer Betriebskrankenkasse, Privatversicherte bei einem Versicherungsunternehmen. Die Arbeitsunfähigkeitsdaten übermittelt die Praxis seit 2023 elektronisch an die gesetzliche Kasse; diesen Weg müssen Sie nicht mehr selbst gehen. Per Fax bleiben dagegen Anträge auf Kostenübernahme, Verordnungen für Hilfsmittel, Unterlagen zum Krankengeld oder ein Widerspruch gegen einen Bescheid üblich. Nehmen Sie die Nummer aus dem Schreiben der Kasse, nennen Sie Ihre Versichertennummer und lassen Sie Diagnosen vom Deckblatt fern.

Warum die Krankenkasse noch Faxe annimmt

Krankenkassen bekommen täglich Verordnungen, Kostenvoranschläge und Gutachten von Praxen, Sanitätshäusern und Kliniken. Viele dieser Partner faxen noch, und die Posteingänge der Kassen scannen eingehende Faxe in die Versichertenakte ein.

Für Versicherte zählt die Frist: Gegen einen ablehnenden Bescheid können Sie innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen, und ein unterschriebenes Fax reicht dafür aus. Der Sendebericht belegt den Tag der Absendung.

Wo Sie die richtige Nummer finden

  • Der Briefkopf des Bescheids oder Schreibens Ihrer Kasse, oft mit der Faxnummer der zuständigen Fachabteilung.
  • Die Website oder App Ihrer Kasse unter Kontakt; bei privaten Versicherern das Kundenportal.
  • Die Service-Hotline der Kasse, um zu klären, ob Ihr Anliegen an die Zentrale oder an eine Fachabteilung wie Krankengeld oder Hilfsmittel gehen soll.

Was auf dem Deckblatt stehen sollte

  • Die Krankenkasse oder den Versicherer und die Fachabteilung.
  • Ihre Versichertennummer von der Gesundheitskarte oder Ihre Vertragsnummer, dazu Name und Geburtsdatum.
  • Den Vermerk „Vertraulich“ und keinerlei medizinische Angaben auf dem Deckblatt.
  • Den Betreff (Antrag, Widerspruch, Unterlagen zum Krankengeld), das Datum des Bescheids und die Gesamtseitenzahl.

Der Beleg, den Sie behalten

Bewahren Sie Sendebericht und PDF auf und prüfen Sie nach einigen Tagen in der App oder telefonisch, ob die Unterlagen angekommen sind. Bei einem Leistungsantrag kann das Eingangsdatum wichtig werden, weil die gesetzlichen Entscheidungsfristen der Kasse ab Eingang laufen.

Andere Kanäle, manchmal besser

  • Die App der Krankenkasse

    Unterlagen fotografieren, hochladen, Bearbeitungsstand verfolgen: für die meisten Anliegen der schnellste Weg.

  • Die elektronische AU

    Für die Krankmeldung selbst übermittelt die Praxis die Daten; Sie informieren nur den Arbeitgeber über Ihre Abwesenheit.

  • Die Geschäftsstelle vor Ort

    Für Originale oder verzwickte Fälle hilft ein persönliches Gespräch, sofern Ihre Kasse in Ihrer Nähe noch eine Filiale betreibt.

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