Fax an eine Krankenhausabteilung

Gesundheitsdaten in der Leitung: Hier zählt die richtige Nummer mehr als irgendwo sonst.

Öffentliche wie private Kliniken nutzen das Fax weiterhin zwischen Abteilungen, mit niedergelassenen Ärzten und mit Patienten: Arztbriefe, Überweisungen, Aufnahmeformulare, unterschriebene Einwilligungen. Weil eine falsche Nummer Gesundheitsdaten preisgibt, holen Sie die Nummer der konkreten Abteilung – Kardiologie, Patientenaufnahme, Archiv – immer direkt beim Krankenhaus ein. Beschränken Sie sich auf dem Deckblatt auf die Identität des Patienten und den Betreff, ohne Diagnose. Möchten Sie eine Kopie Ihrer Patientenakte, informieren Sie sich zuerst über das schriftliche Verfahren der Klinik.

Warum eine Krankenhausabteilung noch Faxe annimmt

Im Krankenhaus hat jede Abteilung oft ihr eigenes Faxgerät neben dem Stationssekretariat. Das Fax hält sich dort, weil es nicht auf ein gemeinsames Nachrichtensystem zwischen inkompatibler Software angewiesen ist: Die Seite kommt auf Papier heraus, im richtigen Stockwerk, und das Sekretariat legt sie ab.

Patienten senden so etwa ein vor einem geplanten Aufenthalt angefordertes Dokument, einen Nachweis ihrer Zusatzversicherung oder ein unterschriebenes Formular. Patientenaufnahme und Archiv sind die häufigsten Ansprechpartner.

Wo Sie die richtige Nummer finden

  • Ihr Einbestellungsschreiben oder andere Post der Klinik: Die Faxnummer des Sekretariats steht oft neben der Telefonnummer.
  • Die offizielle Website des Krankenhauses, auf der Seite der Abteilung oder unter „Kontakt“; allgemeinen Verzeichnissen sollten Sie misstrauen.
  • Die Telefonzentrale der Klinik, die Sie mit dem zuständigen Sekretariat verbinden kann, damit Sie die Nummer vor dem Senden bestätigen lassen.

Was auf dem Deckblatt stehen sollte

  • Den Namen der Abteilung und, falls bekannt, der Ärztin oder des Sekretariats, für die das Fax bestimmt ist.
  • Vor- und Nachname sowie Geburtsdatum des Patienten, dazu die Fallnummer, falls Sie eine erhalten haben.
  • Den Vermerk „Vertraulich – nur für die genannte Abteilung“, ohne medizinische Angaben.
  • Einen kurzen Betreff und die Gesamtseitenzahl.

Der Beleg, den Sie behalten

Bewahren Sie Sendebericht und verschicktes PDF auf und rufen Sie anschließend im Sekretariat an, um zu prüfen, ob das Dokument in der Akte gelandet ist. Der Bericht belegt, dass unter dieser Nummer ein Faxgerät geantwortet hat; wer das Blatt aus dem Fach genommen hat, verrät er nicht. Bei Gesundheitsdaten ist dieser Anruf alles andere als übertrieben.

Andere Kanäle, manchmal besser

  • Sichere Kommunikation im Gesundheitswesen

    Zwischen Praxen und Kliniken ist KIM über die Telematikinfrastruktur die bessere Wahl: verschlüsselt und an die Identität der Einrichtung gebunden.

  • Das Patientenportal

    Viele Kliniken bieten einen Online-Bereich für die Voraufnahme und das Hochladen von Dokumenten. Für Patienten ist das der direkteste Weg.

  • Post oder persönliche Abgabe

    Für die Einsicht in die eigene Patientenakte ist oft ein Brief mit Ausweiskopie der vorgesehene Weg.

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