Kurz gesagt
Nein. Die Netzbetreiber bauen das analoge Telefonnetz ab, doch Faxnummern und Faxübertragung bleiben. Ein Gerät an der Wanddose verliert sein Freizeichen, sobald sein Gebiet umgestellt wird; ein Webdienst wie FaxTelecom, der Ihre Leitung nicht nutzt, ist davon nicht betroffen.
Eine Anschlusstechnik verschwindet
In Deutschland läuft das Festnetz der Telekom bereits über IP; als Nächstes steht die schrittweise Ablösung der Kupferleitungen durch Glasfaser an, die gebietsweise von der Bundesnetzagentur genehmigt werden muss. Es verschwindet das Trägermedium: Festnetznummern bleiben erhalten, und das Fax bleibt ein anerkannter Kommunikationsweg, vor allem im Gesundheitswesen und in der Verwaltung.
Das Faxgerät bei der Umstellung
Am Tag der Abschaltung hat ein Gerät an der Wanddose kein Freizeichen mehr. Am Telefonanschluss eines Routers bekommt es zwar wieder eine Leitung, scheitert aber oft: Die auf Sprache optimierten Codecs der IP-Telefonie verstümmeln Faxtöne.
Vier Wege, weiterzumachen
Den Anschluss mit einem Gateway oder Router ausstatten, der T.38 unterstützt – das Protokoll, das Fax über IP-Netze transportiert; einen Fax-to-Mail-Tarif buchen, der eine Empfangsnummer behält; eine Versand-Website wie FaxTelecom nutzen; oder mit den Kontakten einen anderen Kanal vereinbaren.
Alles hängt von Ihrer Nutzung ab. Müssen Sie nur Dokumente verschicken, genügt ein Browser, ohne Gerät und ohne Leitung. Unser Ratgeber zur Kupfer-Abschaltung und unser Migrationsplan für das Fax im Unternehmen gehen ins Detail.
Das Wichtigste
- Das Kupfer geht, das Fax bleibt.
- Ein Faxgerät am Router scheitert oft, wenn dieser kein T.38 kann.
- Alternativen: T.38-Gateway, Fax-to-Mail, Webversand, anderer Kanal.
- FaxTelecom nutzt Ihre Leitung nicht: Die Umstellung betrifft es nicht.
