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Von Redaktion FaxTelecom

Faxen ohne Faxgerät: was die Kupfer-Abschaltung in Deutschland ändert

Analog und ISDN sind in Deutschland Geschichte, und auch das Kupferkabel soll Schritt für Schritt der Glasfaser weichen. Was das für Faxgeräte am Router bedeutet, warum Übertragungen manchmal abbrechen, welche Einstellungen helfen und wie Sie ganz ohne Gerät faxen.

Kurz gesagt: In Deutschland laufen Festnetzanschlüsse heute fast durchweg über IP, und der Abschied vom Kupferkabel zugunsten der Glasfaser ist in Vorbereitung. Ein Faxgerät am Router funktioniert oft weiter, aber weniger zuverlässig als früher. Wer nur gelegentlich sendet, braucht dafür weder Gerät noch Leitung: Ein PDF und ein Browser genügen.

FaxTelecom versendet Faxe aus dem Browser an Festnetzanschlüsse in Deutschland und sechs weiteren Ländern. Der Dienst vergibt keine Faxnummer und empfängt keine Faxe.

Was ist mit dem deutschen Festnetz passiert?

Man muss zwei Umbrüche unterscheiden, die oft in einen Topf geworfen werden.

Der erste ist abgeschlossen: die Umstellung der Telefonie auf IP. Die Deutsche Telekom hat ihre Kundinnen und Kunden in den vergangenen Jahren von Analog- und ISDN-Anschlüssen auf IP-basierte Anschlüsse migriert. Andere Anbieter wie Vodafone, 1&1 oder O2 telefonieren ohnehin über IP, ob per DSL, Kabel oder Glasfaser. Telefon und Fax hängen seither nicht mehr an einer Vermittlungsstelle mit Leitungsvermittlung, sondern am Router, der Sprache in Datenpakete verwandelt.

Der zweite ist im Gang: die Ablösung der Kupfer-Anschlussleitung durch Glasfaser. Das Telekommunikationsgesetz enthält Regeln für diese Migration, und Bundesregierung, Bundesnetzagentur und Branche beraten über Ablauf und Zeitplan. Einen verbindlichen bundesweiten Abschalttermin gab es bei Redaktionsschluss nicht; diskutiert werden regionale Schritte, die sich bis in die 2030er-Jahre ziehen können. Für Ihr Fax ändert dieser zweite Schritt wenig: Es lief schon vorher über IP. Unser Überblick zur Kupfer-Abschaltung und dem Fax ordnet die Entwicklung auch für andere Länder ein.

Warum brechen Faxe über IP manchmal ab?

Das Faxprotokoll T.30 stammt aus einer Zeit durchgehender Leitungen. Es erwartet ein gleichmäßiges Signal ohne Lücken. Ein IP-Netz liefert Pakete dagegen in schwankenden Abständen, und gelegentlich geht eines verloren. Für ein Telefonat ist das kaum hörbar, für ein Fax kann es den Abbruch bedeuten.

Es gibt zwei technische Wege, Faxe über IP zu transportieren:

  • G.711-Durchleitung: Das Faxsignal wird wie Sprache unkomprimiert übertragen. Das funktioniert gut, solange das Netz stabil ist.
  • T.38: Ein eigenes Protokoll wandelt das Faxsignal in Daten um und überträgt es mit Redundanz. Es ist robuster, muss aber auf der gesamten Strecke unterstützt werden.

Welche Variante greift, hängt von Ihrem Router, Ihrem Anbieter und der Gegenstelle ab. Die meisten Anbieter betonen, dass Fax über IP möglich ist, sichern aber keine bestimmte Erfolgsquote zu.

Welche Möglichkeiten haben Sie heute?

LösungSendenEmpfangenFür wen geeignet
Faxgerät oder Multifunktionsdrucker am analogen Router-PortJaJaBüros mit regelmäßigem Faxverkehr
Integrierte Faxfunktion des RoutersJe nach ModellJa, oft als PDF per E-MailHaushalte mit gelegentlichem Empfang
Online-Fax zum Versand (z. B. FaxTelecom)JaNeinGelegentliches Senden ohne Gerät
Fax-Rufnummer eines Fax-to-Mail-AnbietersJe nach TarifJaWer erreichbar sein muss

Wer regelmäßig Faxe empfangen muss, braucht eine Faxnummer. Unsere Seite zum Empfangen von Faxen erklärt die Optionen, denn FaxTelecom übernimmt den Empfang nicht.

Wie stellen Sie ein Faxgerät an der FRITZ!Box ein?

Die FRITZ!Box von AVM ist in deutschen Haushalten und kleinen Büros weit verbreitet. Viele Modelle bieten analoge Anschlüsse (FON) und eine eigene Faxfunktion. Die genaue Menüführung unterscheidet sich je nach Modell und FRITZ!OS-Version; schlagen Sie im Zweifel in der Hilfe Ihres Geräts nach. Bewährt haben sich diese Schritte:

  1. Gerät an einen FON-Anschluss stecken und in der Benutzeroberfläche als Faxgerät einrichten, nicht als Telefon.
  2. Eine eigene Rufnummer zuweisen, damit eingehende Faxe nicht beim Telefon landen. Die meisten IP-Anschlüsse enthalten mehrere Nummern.
  3. T.38 prüfen. In den Anschlusseinstellungen bieten viele Modelle eine Option für die Faxübertragung mit T.38. Ob sie hilft, hängt vom Anbieter ab: Testen Sie beide Einstellungen mit einem Probefax.
  4. Übertragungsgeschwindigkeit am Faxgerät senken. Eine Begrenzung auf 9.600 oder 14.400 Bit/s und das Abschalten von „Super G3" (V.34) machen Übertragungen über IP häufig stabiler.
  5. Fehlerkorrektur (ECM) aktiviert lassen, sofern das Gerät sie anbietet.
  6. Probefax senden, idealerweise an eine bekannte Gegenstelle, und den Sendebericht prüfen.

Ein früher üblicher NTBA oder Splitter wird an einem IP-Anschluss nicht mehr gebraucht. Das Faxgerät hängt direkt am Router.

Wann ist Online-Fax die einfachere Lösung?

Wenn Sie nur ein paar Mal im Jahr ein Fax senden, lohnt sich die Pflege eines Geräts kaum: Toner, Papier, Router-Einstellungen, Probefaxe. Ein Online-Dienst nimmt Ihnen die Strecke bis zum Netz ab. Sie wählen ein PDF aus, tippen die deutsche Nummer samt Vorwahl ein, und der Dienst übernimmt die Übertragung zum Faxgerät des Empfängers.

So läuft es bei FaxTelecom:

  • Formular ausfüllen: Absender, Empfänger, Betreff, Nachricht für das Deckblatt und ein PDF bis 100 MB.
  • E-Mail bestätigen: Der Link ist drei Minuten gültig.
  • Countdown abwarten: Rund 55 Sekunden, in denen Sie noch abbrechen können.
  • Status verfolgen: Die Seite aktualisiert sich alle fünf Sekunden; eine Übertragung dauert meist ein bis zwei Minuten.

Für ein Blatt zahlen Sie nichts, mehrseitige Dokumente kosten 3,99 € inkl. MwSt. pro Sendung. Die Option PDF-Bestätigungen kostet 2,99 € und wird nur bei Zustellung berechnet. Das Deckblatt erzeugt der Dienst automatisch; wer eines selbst gestalten möchte, nutzt den Deckblatt-Generator.

Auch beim Online-Fax gilt: Das Ziel muss ein Festnetzanschluss mit Faxgerät sein. Mobilfunknummern können keine Faxe empfangen.

Wo finden Sie die richtige Zielnummer?

Für Behörden, Praxen oder Unternehmen gilt immer: Nehmen Sie die Nummer aus einer aktuellen, offiziellen Quelle, also dem Briefkopf eines Schreibens, der Kontaktseite oder dem Impressum der Website. Wir veröffentlichen keine Faxnummern von Einrichtungen. Viele Stellen haben ihre Faxnummer im Zuge der IP-Umstellung abgeschafft; steht sie nicht mehr auf der Website, verwenden Sie einen anderen Kanal. Wie Sie deutsche Nummern korrekt schreiben, zeigt unsere Seite zum Faxen innerhalb Deutschlands.

Was sollten Sie sich merken?

Das deutsche Festnetz ist bereits IP-basiert; die Kupfer-Abschaltung ist der zweite, langsamere Schritt. Ein Faxgerät am Router funktioniert mit den richtigen Einstellungen, verlangt aber Pflege. Für den gelegentlichen Versand genügt ein PDF im Browser. Probieren Sie es über die Startseite von FaxTelecom aus: Die erste Seite ist kostenlos.

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